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    <title>Everyday Omens: Bedeutung von Zeichen, Omen und Aberglauben</title>
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    <description>Was bedeutet eine Eule am Fenster, eine gefundene Feder oder ein zerbrochener Spiegel? Alltägliche Omen und Aberglauben, mit Quellen und natürlichen Ursachen.</description>
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      <title>Ameisen im Haus</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Schwarze Ameisen, die ins Haus kommen, zählte man am Horgerberg bei Zürich früher zu den Todesvorzeichen. In Mecklenburg las man aus Ameisen dagegen das Wetter: Blieben sie im Herbst oben im Bau, hieß das einen milden Winter.</description>
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      <title>Spinne am Morgen</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>„Spinne am Morgen bringt Kummer und Sorgen“ kennt fast jeder. Schon 1862 hielt der Sammler Moritz Spieß diesen Spruch für jünger als den Glauben, dass eine Spinne am Morgen Glück verheißt.</description>
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      <title>Totenuhr in der Wand</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Die Totenuhr ist ein kleiner Käfer, dessen Klopfen im Holz man im Erzgebirge um 1860 als Ankündigung eines nahen Todesfalls im Haus deutete. Im Vinschgau galt dasselbe Klopfen um 1870 dagegen als Glück.</description>
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      <title>Wespe oder Hornisse im Haus</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Viele Wespen hießen in Tirol ein gutes Jahr und viel süßes Obst. Am Zürichsee achtete man im Frühling auf magere Wespen, in Mecklenburg auf den Platz ihres Nestes, um den Sommer vorherzusagen.</description>
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      <title>Auge zuckt oder juckt</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Heute fragen viele nach einem zuckenden Lid, die alten Sammlungen sprechen vom juckenden Auge. In Mecklenburg stand das rechte Auge für Freude, das linke für Tränen; im Erzgebirge erwartete man Besuch.</description>
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      <title>Wenn jemand niest</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Niest jemand, während ein anderer etwas erzählt, ist das Erzählte wahr: Das galt um 1880 in Mecklenburg, und in Schwäbisch Gmünd rief man dazu „Gott helf, es ist wahr“. Andere Regeln zählten, wie oft man morgens niest.</description>
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      <title>Abendrot, Gutwetterbot</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>„Abendroth ist ä guter Wetterbot“, sagte man um 1860 im Erzgebirge, und das Morgenrot verhieß Wind oder Schmutz. Ähnliche Reime kannte man in Tirol und Mecklenburg, und sie haben einen wahren Kern.</description>
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      <title>Die Eisheiligen</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Erst nach den Eisheiligen Mitte Mai sollen die Nachtfröste den Pflanzen nicht mehr schaden: Darin waren sich das Erzgebirge um 1860 und das Inntal um 1870 einig. Wer Gemüse zieht, wartet bis heute oft so lange mit empfindlichen Pflanzen.</description>
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      <title>Sternschnuppe sehen</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Wer sich etwas wünscht, während eine Sternschnuppe fällt, dem geht der Wunsch in Erfüllung: Das erzählte man um 1870 im Inntal ebenso wie um 1860 in Marienberg. Andere Gegenden lasen in ihr ganz andere Dinge.</description>
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      <title>Hauswurz auf dem Dach</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Hauswurz auf dem Dach sollte vor Blitzschlag schützen: Das glaubte man um 1700 in Chemnitz ebenso wie 1898 im Kanton Luzern. Blühte sie, sah man am Zürichsee darin dagegen ein ernstes Vorzeichen.</description>
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      <title>Einen Fuchs sehen</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Ob ein Fuchs Glück oder Pech bringt, darüber war man sich nie einig. Im Tiroler Lechtal hieß eine Begegnung am Morgen Unglück, bei Horgen am Zürichsee verhieß sein Bellen im Sommer guten Wein.</description>
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      <title>Katze putzt sich</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Putzt sich die Katze, kommt Besuch: Das sagte man um 1700 in Chemnitz, um 1860 in Marienberg und 1867 in Schwäbisch Gmünd. In Mecklenburg um 1880 und in Palu im Trentino um 1870 las man daraus dagegen Regen.</description>
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      <title>Schwarze Katze läuft über den Weg</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Kreuzte eine schwarze Katze den Weg, galt das im Erzgebirge und im Kanton Luzern als Unglück. In Mecklenburg dagegen sollte eine schwarze Katze im Haus Glück bringen. Es kommt also darauf an, wo man ihr begegnet.</description>
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      <title>Den ersten Kuckuck hören</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Beim ersten Kuckucksruf des Jahres soll man den Vogel fragen, wie lange man noch lebt: So viele Rufe, so viele Jahre, lautete um 1860 eine Erzgebirgsregel. Weitere Bräuche knüpften an den ersten Ruf Heiratsjahre oder Geschäfte.</description>
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      <title>Elster am Haus</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Schrien Elstern im Hof oder auf dem Haus, erwartete man in Chemnitz um 1700 Gäste. Im Zürcher Oberland hörte man darin Streit, und in Oldenburg sollte man umkehren, wenn einem eine Elster über den Weg lief.</description>
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      <title>Rotkehlchen sehen</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Rotkehlchen standen im Kanton Luzern unter besonderem Schutz: Wer eines tötete oder ihm die Jungen aus dem Nest nahm, dessen Kühe sollten rote Milch geben. Ähnliches erzählte man im Zürcher Oberland.</description>
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      <title>Tür geht von selbst auf</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 12:22:05 +0000</pubDate>
      <description>Sprang eine Tür von selbst auf und fiel wieder zu, sollte das um 1900 in Süddeutschland und Oldenburg einen Todesfall im Haus anzeigen. Dahinter steckt fast immer ein Luftzug, ein Schloss, das nicht greift, oder eine Tür, die schief hängt.</description>
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      <title>Barbarazweige</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Am Barbaratag, dem 4. Dezember, holt man Zweige ins Haus und stellt sie ins Wasser, damit sie zu Weihnachten blühen. In Nordtirol hieß es um 1870, ein Kirschzweig von diesem Tag öffne seine Blüten in der Christnacht.</description>
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      <title>Fenster öffnen, wenn jemand stirbt</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Ist jemand gestorben, öffnet man das Fenster, damit die Seele hinauskann: Dieser Brauch war um 1880 in Mecklenburg allgemein und um 1870 auch in Palu im Trentino bekannt. Im Erzgebirge wedelte man dazu mit Tüchern.</description>
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      <title>Hochzeit am Freitag</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Eine Hochzeit am Freitag sollte nach Tiroler Glauben um 1870 Unglück bringen, während man den Freitag in Mecklenburg um 1880 für den geeignetsten Hochzeitstag überhaupt hielt. In Bretten in Baden schwor man auf den Donnerstag.</description>
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      <title>Kreuz auf dem Brot</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Ein Kreuz auf dem Brot gehörte früher zum Backen und Anschneiden: Im Inntal machte man um 1870 drei Kreuze auf ein neues Brot, bevor es angeschnitten wurde. In Mecklenburg und in der Altmark schlug man ein Kreuz vor dem Ofenloch.</description>
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      <title>Osterwasser schöpfen</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Osterwasser schöpfte man früh am Ostermorgen aus fließendem Wasser, ohne unterwegs ein Wort zu sprechen: So war es um 1860 im Erzgebirge allgemein Brauch. In Mecklenburg nannte man es „Fleitenwater“.</description>
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      <title>Spiegel verhängen bei einem Todesfall</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Nach einem Todesfall verhängte man im Erzgebirge um 1860 Spiegel, Bilder und Uhren mit weißen Tüchern, bis nach dem Begräbnis. In Mecklenburg sollte der verhängte Spiegel verhindern, dass der Tote doppelt erscheint.</description>
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      <title>Den Bienen den Tod ansagen</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Starb der Hausherr, musste man es den Bienen sagen: In Mecklenburg ging um 1880 ein Angehöriger noch in derselben Stunde zum Bienenstand und stieß jeden Korb an. Sonst, so glaubte man, würden die Bienen eingehen.</description>
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      <title>Eine Spinne töten</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Wer eine Spinne tötet, hat kein Glück: Davon war man um 1860 im gesamten Obererzgebirge überzeugt, und schon um 1700 hieß es in Chemnitz, Spinnen umzubringen sei nicht gut. In Tirol schonte man besonders die Kreuzspinne.</description>
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      <title>Gottesanbeterin sehen</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Wer eine Gottesanbeterin sieht, hat ein Insekt vor sich, das in Deutschland lange fast nur in Südbaden lebte. Seit den 1990er Jahren breitet sie sich mit dem Klimawandel nach Norden aus, bis nach Berlin und Brandenburg.</description>
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      <title>Grashüpfer sehen</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Ein Grashüpfer gehört zu den Kurzfühlerschrecken, von denen in Deutschland 42 Arten leben. Das große grüne Tier, das abends am Fenster sitzt, ist dagegen eher ein Heupferd, ein naher Verwandter mit langen Fühlern.</description>
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      <title>Libelle sehen</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Wer eine Libelle sieht, ist selten weit von einem Gewässer entfernt, denn ihre Larven wachsen im Wasser heran. Volksnamen wie Teufelsnadel oder Augenstecher klingen bedrohlich, doch Libellen können gar nicht stechen.</description>
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      <title>Schmetterling im Haus</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Ein Schmetterling im Haus ist meist ein Gast auf der Suche nach einem Winterquartier. Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und C-Falter überwintern als fertige Falter und geraten dabei in Keller, Flure und Garagen.</description>
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      <title>Weiße Flecken auf den Nägeln</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Weiße Flecken auf den Nägeln galten im Erzgebirge laut einer Sammlung von 1909 als Glückszeichen. In Mecklenburg zählte man sie Finger für Finger ab, und in Lusern im Trentino nannte man sie um 1870 „Lügen“.</description>
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      <title>Grüne Weihnachten, weiße Ostern</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>„Grüne Weihnachten, weiße Ostern“ war um 1880 überall in Mecklenburg geläufig, und Tirol kannte um 1870 auch die Umkehrung: „Weiße Weihnachten, grüne Ostern“. Ein mildes Weihnachtsfest ist dabei eher die Regel als die Ausnahme.</description>
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      <title>Hof um den Mond</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Hat der Mond einen Hof, kommt Regen: So sagte man um 1870 in Tirol und um 1880 in Mecklenburg. In dieser Regel steckt ein wahrer Kern, denn der Ring entsteht in hohen Eiswolken, die oft einer Warmfront vorausziehen.</description>
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      <title>Komet am Himmel</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Ein Komet am Himmel galt im Erzgebirge um 1860 als Vorbote von Krieg und Teuerung, in Mecklenburg um 1880 als Kriegszeichen. In Lusern im Trentino achtete man um 1870 auf seine Farbe: Ein roter Schein hieß Krieg, ein heller, weißer Frieden.</description>
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      <title>Regen am Hochzeitstag</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>„Wenn es der Braut in den Kranz regnet, ist die Ehe gesegnet“: Dieser Spruch war um 1860 im Obererzgebirge weit verbreitet. Um 1870 hieß Regen am Hochzeitstag in Tirol Reichtum, in Palu im Trentino dagegen Streit.</description>
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      <title>Siebenschläfertag</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Regnet es am Siebenschläfertag, dem 27. Juni, soll es sieben Wochen lang regnen: So kannte man die Regel um 1860 überall im Obererzgebirge. Seit der Kalenderreform passt sie eher auf die erste Juliwoche.</description>
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      <title>Ein Reh sehen</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Ein Reh siehst du am ehesten früh am Morgen oder in der Abenddämmerung, wenn es zum Fressen aus der Deckung tritt. Liegt im Frühsommer ein Kitz allein im Gras, ist die Mutter in der Nähe und sollte nicht gestört werden.</description>
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      <title>Hund heult nachts</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Ein nachts heulender Hund kündigte nach Tiroler Volksglauben um 1870 einen Todesfall in der Nachbarschaft an. Heute weiß man, dass Hunde heulen, um Kontakt aufzunehmen, und dass Sirenen oder Glocken sie oft dazu bringen.</description>
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      <title>Igel im Garten</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Ein Igel im Garten ist vor allem nachts unterwegs, auf der Suche nach Käfern, Raupen und Regenwürmern. In Deutschland steht er seit 2020 auf der Vorwarnliste der Roten Liste, und ein Garten mit Verstecken hilft ihm.</description>
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      <title>Schafe von links</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Eine Schafherde unterwegs verhieß nach einem um 1900 verbreiteten Glauben Glück. Meist hieß es, die Herde solle von links kommen; in Lauenburg und Oldenburg hielt man dagegen die rechte Seite für die glückliche.</description>
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      <title>Krähende Henne</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Krähte eine Henne wie ein Hahn, erwartete man nach altem Glauben um 1860 in Marienberg Unglück und um 1870 in Tirol schlechtes Wetter oder einen Todesfall. Für Schwaben verzeichnete man um 1900 nur einen bevorstehenden Wetterwechsel.</description>
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      <title>Schwalben fliegen tief</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Tief fliegende Schwalben kündigen Regen an, hoch fliegende schönes Wetter: Diese Regel kannte man um 1860 im Obererzgebirge ebenso wie um 1870 in Tirol. Dahinter steckt keine Vorahnung, sondern die Flughöhe der Insekten, die sie jagen.</description>
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      <title>Taube auf dem Balkon</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Eine Taube auf dem Balkon ist fast immer eine Stadttaube, die einen Platz wie an einer Felswand sucht und das Geländer als Ersatz nimmt. Alte Wetterregeln aus Sachsen und Mecklenburg lasen aus ihrem Baden und Putzen Regen.</description>
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      <title>Vogel fliegt ins Haus</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Ein Vogel, der ins Haus fliegt, hat sich meist durch eine offene Balkontür oder ein Fenster verirrt, oft ein Spatz an einem Sommerabend. Er orientiert sich am Tageslicht, und genau damit kannst du ihm hinaushelfen.</description>
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      <title>Dreizehn am Tisch</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Sitzen dreizehn Personen an einem Tisch, stirbt eine davon noch im selben Jahr: So hieß es um 1860 im Erzgebirge, besonders am Heiligabend. In Mecklenburg traf es nach der Regel den, der zuerst aufstand.</description>
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      <title>Spiegel zerbrochen</title>
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      <pubDate>Mon, 26 Oct 2026 06:32:50 +0000</pubDate>
      <description>Zerbrach im Tiroler Inntal um 1870 ein Spiegel, rechnete man mit Unglück. Im damaligen Böhmen hieß es um 1900: Wessen Spiegel herabfällt und zerbricht, der muss sieben Jahre lang Not leiden.</description>
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      <title>Brot und Salz zum Einzug</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Wer in ein neues Zuhause zieht, soll zuerst Brot und Salz über die Schwelle tragen, hieß es um 1880 in Schwaan in Mecklenburg. Im Erzgebirge trug man Brot, Butter und Holz voran, damit diese Dinge im Haus nie ausgingen.</description>
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      <title>Die Raunächte</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Die Raunächte, auch Zwölften oder Zwölfnächte genannt, liegen zwischen dem Christfest und dem 6. Januar. Im Erzgebirge, in der Altmark und in Tirol galten sie früher als Tage, an denen bestimmte Arbeiten ruhen sollten.</description>
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      <title>Hals- und Beinbruch</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Hals- und Beinbruch gewünscht zu bekommen, galt dem Jäger als besonders gutes Vorzeichen für eine gelungene Jagd: So erklärte es die Gartenlaube 1886. Heute wünscht man es vor Prüfungen, Auftritten und Reisen.</description>
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      <title>Mit dem linken Fuß aufstehen</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Wer morgens mit dem linken Fuß zuerst aus dem Bett steigt, ist den ganzen Tag verdrießlich, warnte man um 1860 in Marienberg. In Mecklenburg sagte man von schlecht Gelaunten: Er ist heut mit dem linken Fuß aufgestanden.</description>
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      <title>Wäsche waschen zwischen den Jahren</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>In der Zeit zwischen den Jahren keine Wäsche zu waschen, halten manche bis heute ein. In Mummendorf in Mecklenburg hieß es um 1880, wer in den Zwölften Wäsche über den Zaun hängt, bekleide im selben Jahr den Friedhof.</description>
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      <title>Wimper wegpusten</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Nimmt man jemandem eine hängende Wimper ab und bläst sie fort, bietet sich die Gelegenheit, sich etwas Gutes zu wünschen: So notierte es Ernst John 1909 für Dittersdorf im Erzgebirge. Der kleine Brauch ist bis heute bekannt.</description>
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      <title>Einen Cent finden</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Ein Cent am Boden ist kaum etwas wert, und trotzdem heben ihn viele auf. In Adolf Wuttkes Buch zum Volksaberglauben (Ausgabe von 1900) heißt es, Münzen, Hufeisen und Klee hätten ihre Kraft nur, wenn man sie zufällig findet.</description>
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      <title>Hufeisen finden</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Ein gefundenes Hufeisen bringt Glück, hieß es um 1880 allgemein in Mecklenburg; man nagelte es an Tür oder Schwelle. Pommersche Schiffer schlugen ein altes, gefundenes Hufeisen sogar am Mast an, gegen den Blitz.</description>
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      <title>Heimchen im Haus</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Zirpen Heimchen oder Grillen im Haus, geht es glücklich zu, hieß es um 1700 in Chemnitz. Im Etschland in Südtirol kannte man um 1870 beide Lesarten zugleich: Grillen im Haus hießen Glück, ihr Zirpen aber auch einen nahen Todesfall.</description>
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      <title>Marienkäfer landet auf mir</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Ein Marienkäfer auf der Kleidung galt in Mecklenburg als Glück. Wer ihn abschüttelte oder tötete, sollte Unglück haben. Kinder ließen ihn von der Fingerspitze fliegen und baten um gutes Wetter.</description>
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      <title>Motte oder Nachtfalter im Haus</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Einen Nachtfalter ins Schlafzimmer zu holen, galt im Tiroler Inntal einst als gefährlich: Man nannte ihn „Hexe“. In Stockach sah man in bestimmten Faltern im Frühling Vorboten eines schlechten Jahres.</description>
    </item>
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      <title>Linke Hand juckt</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Juckt die linke Hand, nimmt man Geld ein; juckt die rechte, muss man welches ausgeben. Diese Regel ist um 1880 aus Schwaan in Mecklenburg überliefert. Heute ist das vor allem ein Anlass, kurz über Einnahmen und Ausgaben nachzudenken.</description>
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      <title>Nase juckt</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Juckt die Nase, erfährt man bald etwas Neues: Diese Lesart war um 1880 in Mecklenburg verbreitet. In Tirol und in Schwäbisch Gmünd las man aus demselben Kribbeln ganz andere Dinge, vom Zorn bis zum Gerede.</description>
    </item>
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      <title>Ohrenklingen links oder rechts</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Klingt das rechte Ohr, redet jemand gut über dich, klingt das linke, eher schlecht: Diese Regel galt um 1860 im Erzgebirge. Andere Orte hatten andere Regeln, und fast alle kreisen um die Frage, wer gerade an dich denkt.</description>
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      <title>Schluckauf</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Hat man Schluckauf, wird man gerade verlästert: So hieß es um 1860 in Raschau im Erzgebirge. In Chemnitz glaubte man um 1700, wer gestohlenen Käse oder gestohlenes Brot esse, bekomme Schluckauf.</description>
    </item>
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      <title>Lichtmess und das Wetter</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Ist der Lichtmesstag Anfang Februar trüb, gibt es reichlich zu essen, ist er hell, droht Mangel: So reimte man um 1860 in Grünstädtel im Erzgebirge. Die Altmark sah es umgekehrt: Lichtmess hell und klar gibt ein gutes Kornjahr.</description>
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      <title>Regenbogen sehen</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Wo der Regenbogen die Erde berührt, liegt ein Schatz: Das erzählte man um 1860 im Erzgebirge und um 1870 in Tirol. Daneben hatten Bauern nüchterne Regeln, die aus dem Bogen das Wetter der nächsten Tage lasen.</description>
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      <title>Vollmond</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Wer sich vor dem Vollmond dreimal verbeugt, bekommt etwas geschenkt: Das glaubte man um 1860 in Marienberg. Raschau und Lusern brachten den vollen Mond dagegen mit der Obstblüte und mit schnell wachsendem Haar in Verbindung.</description>
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      <title>Holunder am Haus</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Im Erzgebirge steckte man zu Walpurgis Holunderzweige auf die Misthaufen, um das Vieh vor Hexen zu schützen. In Mecklenburg durfte man Holunderholz nicht im Haus verbrennen, sonst sollte der Blitz einschlagen.</description>
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      <title>Vierblättriges Kleeblatt finden</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Wer ein vierblättriges Kleeblatt fand, hatte nach einer in ganz Mecklenburg bekannten Regel um 1880 Glück. In Chemnitz hieß es schon um 1700, man solle es werthalten: Solange man es habe, werde man glückselig sein.</description>
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      <title>Fledermaus im Haus</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Fliegt eine Fledermaus ins Zimmer, erschrecken viele. In Tirol glaubte man früher, Fledermäuse verfingen sich in den Haaren; in Zöblitz im Erzgebirge verhießen fliegende Fledermäuse dagegen schönes Wetter.</description>
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      <title>Frösche quaken</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Sind die Frösche nass, regnet es nicht, sind sie trocken, kommt Regen: So las man um 1860 in Raschau und Sosa das Wetter. In Tirol verhieß frühes Quaken frühes Laub, und in Mecklenburg galt der Laubfrosch als Wetterbote.</description>
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      <title>Hase läuft über den Weg</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Ein Hase, der über den Weg läuft, galt in Tirol und im Obererzgebirge als Unglück. In der Schweiz sollte es um 1900 helfen, sich dreimal umzudrehen, und in Pommern sah man es schon um 1840 umgekehrt: Dort verhieß der Hase Glück.</description>
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      <title>Kröte im Garten</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Große Kröten galten in Tirol als arme Seelen, denen man kein Leid tun sollte. Im Erzgebirge hielten manche Bauern eine Kröte dagegen für eine verwandelte Hexe. Heute ist sie im Garten ein geschützter, nützlicher Gast.</description>
    </item>
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      <title>Maulwurf im Garten</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Wirft der Maulwurf Erde auf, kommt schlechtes Wetter, glaubte man um 1870 im Pitztal in Tirol. In Mecklenburg verhieß frühes Wühlen im Frühling dagegen milde Witterung, und im Erzgebirge zerstörte man die Hügel für eine gute Saat.</description>
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      <title>Maus im Haus</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Kommt die Feldmaus ins Haus, ist der milde Winter vorbei: So lautete um 1860 eine Wetterregel aus Marienberg im Erzgebirge. Andere Deutungen reichten vom Unglück bis zum Kinderbrauch mit dem Milchzahn.</description>
    </item>
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      <title>Schlange im Garten</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>In Absam in Tirol galten Hausnattern als Glücksbringer, besonders wenn man sie „singen“ hörte. Wer dagegen eine Hausotter tötete, sollte in Münster im Unterinntal noch im selben Jahr sterben.</description>
    </item>
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      <title>Einen Storch sehen</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Wer im Frühjahr den ersten Storch fliegen sah, sollte in Mecklenburg ein fleißiges Jahr vor sich haben, wer ihn stehen sah, ein träges. Auch sein Gefieder und sein Klappern las man als Vorzeichen.</description>
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      <title>Käuzchen oder Eule am Haus</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Ein Käuzchen, das nachts am Haus ruft, galt früher in Mecklenburg, Tirol und Baden als Todesbote. Heute weiß man, dass dahinter fast immer ein Waldkauz oder Steinkauz steckt, der sein Revier behauptet oder einen Partner sucht.</description>
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      <title>Raben oder Krähen am Haus</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Setzte sich eine Krähe aufs Haus, erwartete man im Erzgebirge früher einen Todesfall. Daneben gab es nüchterne Regeln: Krähen über dem Dorf hießen schlechtes Wetter. Heute weiß man, wie lernfähig und gesellig diese Vögel sind.</description>
    </item>
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      <title>Schwalben am Haus</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>„Jag’ die Schwalben nicht ’naus, denn sie bringen Segen in’s Haus“, hieß es um 1860 in Annaberg. In Tirol ließen manche Leute für sie Tag und Nacht die Fenster offen, damit die Glücksvögel hereinfliegen konnten.</description>
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      <title>Bild fällt von der Wand</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Fällt ein Bild von der Wand, bedeutet das Unglück, hieß es um 1870 in Ambras bei Innsbruck. Fiel in Schwarzenberg im Erzgebirge etwas von der Wand, fürchtete man einen Todesfall unter Verwandten, besonders an Heiligabend und Silvester.</description>
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      <title>Messer verschenken</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Nadeln, Scheren und Messer verschenkt man nicht, sie zerschneiden die Freundschaft: So lautete um 1880 eine Mecklenburger Regel. In Vorpommern galt um 1840: Brautleute schenken einander kein Messer, sonst zerschneidet es die Liebe.</description>
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      <title>Nägel schneiden am Freitag</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Nur freitags soll man die Nägel schneiden, lautete um 1860 eine Regel im ganzen Obererzgebirge. In Tirol richtete man das Schneiden von Nägeln und Haaren dagegen nach dem abnehmenden Mond.</description>
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      <title>Salz verschütten</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Wer Salz verschüttet, bekommt noch Schelte, bevor der Tag vorbei ist, meinte man um 1860 im Obererzgebirge. In Mecklenburg verhieß ein umgestoßenes Salzfass Streit, und in Chemnitz durfte man das Salz nicht wieder aufraffen.</description>
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      <title>Scherben bringen Glück</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Scherben bringen Glück, sagt man, und beim Polterabend galt das ganz wörtlich: Je mehr Scherben, desto glücklicher das Paar, versicherte man um 1860 in Marienberg. Doch nicht jedes zerbrochene Stück galt als gutes Vorzeichen.</description>
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      <title>Schornsteinfeger sehen</title>
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      <pubDate>Sun, 25 Oct 2026 19:42:50 +0000</pubDate>
      <description>Wem ein Schornsteinfeger begegnet, der hat Glück: Das hielt Ernst John 1909 für Annaberg im Erzgebirge fest, wo man ihn Essenkehrer nannte. In Österreich heißt er Rauchfangkehrer, in der Schweiz Kaminfeger.</description>
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